Knochenbrühe selber kochen

Bone Broth für´s Volk!

Mit Markknochen und Suppengrün Knochensuppe selber kochen
Zutat No1: Markknochen

Gesunde Knochenbrühe selber machen.

Über das Wundermittel Knochenbrühe wird viel berichtet. Das Nährstoff-Wunder und Antwort auf die moderne zivilisierte Industrienahrung. Ein Extrakt soll es richten – mit viel natürlichem Protein, wertvollem Kollagen und wasserbindendem Hyaluron. Ob frisch gekocht oder über den Versandhandel bestellt, die Bouillon ist schwer in Trend.

Was ist so besonders an der Suppe aus Knochen und was gibt es zu beachten, wenn man eine gute Knochenbrühe selber kochen möchte?

Nachfolgend erfahrt ihr nützliche Theorie und Wissen rund um Zutaten und Inhaltsstoffe. Wir zeigen euch die 7 ultimativen Benefits der Knochenbrühe und bringen euch bei, wie man eine gesunde Knochenbrühe selber kochen sollte.

Als Zusatz erhaltet ihr dann noch die 5 besten Verzehrs Empfehlungen. Wann, wo und wie ihr den Trunk am besten zu euch nehmt.

Wer den schnellen Weg bevorzugt, findet hier fertige Knochenbrühen*

 

Achtung
Dies wird das Aus für Zusatzstoffe in Deiner Küche bedeuten! Sobald Du unsere Infos gelesen hast, wirst Du Brühwürfel und Pulverbrühe vergessen und beginnen, Knochen auszukochen.

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

WAS IST KNOCHENBRÜHE?

Bevor wir uns den gesundheitlichen Vorteilen widmen, beantworten wir zuerst einmal die Frage, was eine Knochenbrühe überhaupt ist:

Die Basis des ganzen Zaubers könnte einfacher nicht sein: Wasser und Knochen.
Kocht man die Knochen nun in Wasser und entnimmt sie nach der Zubereitungszeit, bleibt eine Knochenbrühe zurück. Während des Kochvorganges werden den Knochen Nährstoffe entzogen. Diese verleihen der Brühe ihre förderliche Wirkung.

Knochenbrühe selber kochen - Topf auf dem Feuer
Schon damals brodelte permanent der Suppentopf über dem Feuer

Wie alles begann • Knochenbrühe wird seit vielen Jahrtausenden von unterschiedlichen Kulturen der Erde verwendet. Seit jeher dient Knochenbrühe als Basis unserer Ernährung. Als Grundlage für Suppen und Soßen oder pur getrunken als wohltuendes Tonikum. Bereits unsere Urahnen, die Jäger und Sammler der Steinzeit, haben in Ihren Höhlen die Brühe aus Knochen verzehrt.

Bone Broth im 19. und 20. Jahrhundert • Auch in der jüngeren Vergangenheit spielte Knochenbrühe stets eine wichtige Rolle in unserem Speiseplan. In modernen Zivilisationen war es bis in das frühe 20. Jahrhundert eher die Regel, dass auf jedem Ofen ein Knochenbrühentopf köchelte. Sämtliche Knochenreste von Mahlzeiten wurden dort hineingeworfen und alles brodelte beständig vor sich hin. In manchen Haushalten wurde dieser Topf nie vom Herd genommen. Die Brühe wurde nach Bedarf abgeschöpft und zu Suppen oder Soßen hinzugegeben.

Stellenwert der Knochenbrühe • Seit jeher ist Knochenbrühe ein recht preiswertes und dennoch extrem nährstoffreiches Essen. In Zeiten, in denen es nur wenig oder gar kein Fleisch gab, wurden die billigen Knochen zusammen mit typischem Suppengemüse ausgekocht. Stundenlang. So erhielt man eine sehr schmackhafte Mahlzeit, die obendrein noch extrem gesund war. Sie machte satt und versorgte die Menschen auch in schlechten Zeiten mit wichtigen Nährstoffen.

Variationen mit Fleisch und Gemüse • Wollte man es etwas reichhaltiger, kochte man eine Knochensuppe. Neben den Knochen wurden reichlich Wurzelgemüse und teilweise auch Fleisch hinzugegeben. So erhielt man einen sehr schmackhaften Eintopf.

Knochenbrühe aus New York
NewYork – Keimzelle der modernen „Bone Broth“

Renaissance der „Bone Broth“ • Die uralte Tradition wurde nun wiederbelebt. Unter der Bezeichnung „Bone Broth“ ist jüngst in den USA ein neuer Trend entstanden. In New York gibt es bereits Läden, in denen ausschließlich Knochenbrühe verkauft wird – als Snack vor Ort oder im Becher „to go“. Diese Welle schwappt nun auch zu uns herüber und immer mehr Menschen wollen Knochenbrühe selber kochen.

Die Aussage des Trends ist klar formuliert: Unschlagbare Nährstoff-Werte, keine Kohlenhydrate, viel Eiweiß und kaum fett. Je nach Zubereitung haben 100 Gramm gerade einmal 6 bis 20 kcal.

Aber was ist dran an dem Trend-Trunk vom Big Apple und warum solltest Du sie verzehren und warum solltest Du Knochenbrühe selber kochen?

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

WIE GESUND IST KNOCHENBRÜHE?

Täglich einen Becher Knochenbrühe hält jung, fit und vital. Dem angeblichen Zaubertrank werden massenhaft positive Wirkungen zugeschrieben. Straffung der Haut, schöne Nägel, keine Cellulite, eine problemlose Verdauung, deutliche Stärkung des Immunsystems, eine erhöhte Fettverbrennung sowie ein widerstandsfähiger Darm. All diese Eigenschaften machen dieses nahrhafte Getränk zum Labsal für Körper und Geist.

Hört sich an, wie im Märchen? Wir erklären was drin ist und warum es uns gut tut.

Nährstoffe

Basis für unser Immunsystem, unser Gewebe und unsere Knochen sind die Nährstoffe, die wir mit unserer Nahrung aufnehmen. Eine gute Knochenbrühe ist dafür eine der besten Quellen. Aus diesem Grund ist sie so sättigend, dass sie ganze Mahlzeiten ersetzen kann und dazu noch fastenkompatibel.

Knochenbrühe ist nährstoffreich, heilend und super einfach in der heimischen Küche herstellbar.

Fakt ist, dass durch das extrem lange Auskochen viele Nährstoffe aus den Knochen in das Suppenwasser gelangen. So sind insbesondere die wichtigen Mineralien Calcium und Magnesium und Proteine wie bspw. Kollagen in einer sehr gut verfügbaren Form (Bioverfügbarkeit) enthalten.

Ergänzt man den Sud mit dem typischen Suppengemüse und anderen pflanzlichen Beigaben, wie z.B. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer oder Lorbeer, wird die Brühe gleichzeitig mit sekundären Pflanzenstoffen angereichert. Für diese sind ebenfalls eine Reihe an positiven Wirkungen belegt. Sofern man Knochenbrühe selber kocht, hat man es in der eigenen Hand.

Mineralien

Mineralien in Knochensuppe
Wichtige Mineralien: Calcium, Magnesium und Phosphor

Dank der hohen Konzentrationen von Zink, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen, Mangan und Phosphor gilt die Brühe aus Knochen als eine regelrechte Mineralstoffquelle und hilft u.a. bei geschädigter Darmschleimhaut.

Vor allem Phosphor, Kalzium und Magnesium sind Voraussetzung für eine ganze Reihe von Funktionen in unserem Körper. Unser Immunsystem funktioniert nur, wenn eine ausreichende Menge dieser Mineralien vorliegt.

Calcium und Magnesium helfen bei Stress und Anspannung. Ihnen wird nachgesagt, die Stimmung aufzuhellen und nachts für einen guten Schlaf zu sorgen.

Calcium • 99% des im Körper vorhandenen Calciums lagert in unseren Knochen. Sie bestehen zu 20% aus reinem Kalzium. Eine gut zubereitete Knochensuppe enthält entsprechend viel von diesem essenziellen Mineral. Liegt ein Mangel vor, wird Calcium aus unseren Knochen gelöst und für andere Aufgaben zur Verfügung gestellt. Die Folgen sind brüchige Nägel, schlechte Zähne und sogar Osteoporose kann dadurch entstehen. Innerhalb und außerhalb der Zellen ist Calcium ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. So sorgt es für die die Aufrechterhaltung der Zellmembranen und ist zudem für die Blutgerinnung verantwortlich.

Magnesium • Magnesium ist unter Sportlern weit verbreitet. Es wirkt entspannend und soll Muskelkrämpfen vorbeugen und in Akutsituationen Linderung verschaffen. Ca. 60% des gesamten Magnesiums eines Tierkörpers wird in den Knochen gespeichert. Entsprechend viel davon ist in eine Knochensuppe. Neben den weitläufig bekannten Wirkungen ist Magnesium an mehr als 300 Enzymreaktionen in unserem Körper beteiligt. Mangelt es an Magnesium, zehrt unser Körper an seinen Reserven. Die Folge sind u.a. Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Müdigkeit und Muskelkrämpfen. In extremen Fällen können sogar Depressionen und schizophrene Psychosen durch einen Magnesiummangel begünstigt werden.

Phosphor • Phosphor ist als Teil des ATP (Adenosintriphosphat) verantwortlich für die Speicherung von Energie. Da es essenziell ist, muss es über die Nahrung in ausreichenden Mengen zugeführt werden. Phosphor ist in jeder Zellmembran zu finden und reguliert dort den intrazellulären Druck. Phosphorverbindungen sind ebenfalls Bestandteil der DNA- und RNA-Moleküle, der Trägersubstanz unserer Erbinformationen. Phosphormangel kann zur Ursache für Schwindel, Muskelschwäche, Krämpfe und Herzrhythmusstörungen und weiteren Symptomen werden.

Als Ergänzung
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Proteine und Aminosäuren

Prolin / Kollagen • Die Aminosäure Prolin ist ein wichtiger Bestandteil des Proteins Kollagen. Knochenbrühe ist eine hervorragende Quelle für Prolin und Kollagen. Das Eiweiß Kollagen kommt im menschlichen Körper am häufigsten vor und ist die Grundsubstanz für den Aufbau von Bindegewebe, Bändern, Sehnen, Knochen und Knorpeln. Kollagen hilft, andere Eiweiße aufzuspalten und die Darmschleimhaut zu beruhigen. Es repariert beschädigte Zellwände und füllt sie mit heilenden Aminosäuren auf. Der wichtigste Vorteil von Kollagen ist seine Befähigung, Bindegewebe aufzubauen. Ein mit ausreichen Kollagen versorgtes Bindegewebe beugt zudem Cellulite vor. Vor allem aber trägt es dazu bei, die schützende Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes zu versiegeln. Dies hilft insbesondere bei einem durchlässigen Darm, der als Ursache für viele Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose, gilt. Eine intakte Darmschleimhaut hilft zudem bei Reizdarm, Reflux und weiteren Darm-Erkrankungen. Darüber hinaus hilft Prolin bei der Knorpelregeneration und der Gelenkheilung.

Pures Anti-Aging: Knochenbrühe liefert Kollagen für Haut und Haare

L-Glutamin • Auch die essenzielle Aminosäure L-Glutamin ist ein wensentlicher Bestanteil des Protein-Profils einer Knochensuppe. Nicht nur Sportlern ist sie ein Begriff als eine der wichtigsten und am häufigsten supplementierte Aminosäuren, für den Muskelaufbau. Ähnlich wie das Kollagen hilft L-Glutamin dabei, Darmzellen aufzubauen und somit die Darmschleimhaut zu reparieren. Hier gibt es also eine zweite Komponente, die u.a. beim Leaky-Gut-Syndrom (durchlässiger Darm) aber auch bei allergischen Reaktionen, wie bspw. Heuschnupfen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten hilft.

Glycin • Knochenbrühe ist reich an Glycin, eine Aminosäure, die eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Gallensalze und der Sekretion von Magensäure spielt. Bei Sportlern reduziert Glycin während des Trainings Entzündungen im Muskel. Durch die spezielle Wirkweise dieses Proteins, verkürzt sich die Regenerationsdauer der Muskeln und sie sind schneller bereit für eine neue Trainingseinheit.

Neben dem Glycin wird die antientzündliche Wirkung auch im Zusammenhang mit Omega-3-Fettsäuren und Glukosaminoglykane gesehen, zwei weitere wertvolle Inhaltsstoffe aus dem Knochenmark.

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

FLICKZEUG FÜR DEN DARM!

Knochenbrühe gut für den Darm
Knochenbrühe unterstützt den Darm

„Im Darm liegt der Ursprung für Gesundheit und Krankheit.“ Diese Weisheit aus dem fernen Osten ist einer der Gründe für den Hype um die Knochenbrühe. Tatsächlich ist ein defekter Darm eine der häufigsten Ursachen für Verdauungsbeschwerden, schlechten Stuhlgang und nicht zuletzt eine Vielzahl an Autoimmunerkrankungen.

Ursachen dafür sind eine mangelnde Versorgung mit Nährstoffen, die den Darm unterstützen, sowie die allgegenwärtige moderne „Industrienahrung“. Vor allem das darin enthaltene Glykoprotein Lektine sowie das Klebereiweiß Gluten (Ursache für Zöliakie) sind wahre Feinde für einen widerstandsfähigen und funktionierenden Darm.

Knochenbrühe bei Autoimmunerkrankungen


Abhilfe schafft hier die Knochenbrühe mit dem Stützprotein Kollagen, welches die Darmschleimhaut beruhigt, sowie den Proteinen L-Glutamin und Prolin sowie den reichlich enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Besonders positiv stellt sich dabei die Darreichungsform als Brüh heraus. In diesem Zustand werden Proteine besonders effektiv vom Körper aufgenommen 

Patienten, die an chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen leiden, können von einer Ernährung mit Brühe aus Knochen profitieren.

Die Top 7 gesundheitlichen Benefits

  1. Unterstützung des Immunsystems
  2. Regeneration und Heilung des Darms
  3. Hilfe bei Autoimmunerkrankungen
  4. Gesunder Muskelaufbau mit natürlichen Proteinen
  5. Hält die Haut länger jung und verlangsamt Faltenbildung
  6. Reduziert Cellulite (Kraftfutter für das Bindegewebe)
  7. Gesunde Gelenke bis ins hohe Alter


Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

DIE BESTEN ZUTATEN!

Qualität vor Quantität!

Kochen Qualität für nährstoffreiche Knochenbrühe
Qualitativ hochwertige Zutaten für ein bestmögliches Ergebnis

Ein Insider sagte einmal „Rinderknochen, Wasser, Möhren, Sellerie, Zwiebeln, Salz und viel Liebe“ seien das Geheimnis einer selbst gemachten Knochenbrühe. Tatsächlich erfordert die Zubereitung kein jahrelanges Studium, dafür umso mehr Geduld – aber vor allem:

Das Wissen um die richtigen Zutaten.

Aufgrund einer Warnung von Wissenschaftlern, dass in Hühnerknochen erhöhte Bleiwerte festgestellt wurden, gehen wir hier ausschließlich auf die Zubereitung mit Rinderknochen ein. Zudem ist Rinderbrühe ein Klassiker und geschmacklich sehr angenehm. Bis auf wenige Ausnahmen gelten die hier beschriebenen Informationen und Hinweise aber auch für Knochen vom Schaf, Wild oder Geflügel.

Wir raten dazu, möglichst Knochen von Tieren, die in einer artgerechten Umgebung aufgewachsen sind, zu verwenden. Fleisch aus Massentierhaltung weist einen überdurchschnittlich hohen Anteil Omega-6-Fettsäuren auf und recht wenige Omega-3-Fettsäuren. Zudem enthält dieses Fleisch hohe Konzentrationen an Stresshormonen und zwangsläufig Antibiotika. Diese erhöhen das Risiko resistenter Bakterien und schädigen Körperzellen und Darmflora.

Einige kritische Köche lehnen selbst Bio-Qualität ab, da hier mit importierter Soja zugefüttert werden darf. Im besten Fall stammen die Knochen vom Weiderind. Nur so ist gewährleistet, dass die Tiere an Nahrung gelangen, die ihr Fleisch und ihre Knochen mit besonders hochwertigen Nährstoffen versorgen.

WELCHE KNOCHEN FÜR KNOCHENBRÜHE?

Kurzgefasst ist jede Art von Knochen für die Zubereitung einer Knochenbrühe geeignet. Ob Querrippe, Ochsenschwanz, Markknochen oder auch Gelenke. Alles was der Metzger des Vertrauens zu bieten hat ist willkommen.

Diese „Hauptzutaten“ hören sich zunächst etwas ungewohnt an. Vor allem, wenn Knorpel und Sehnen, also die beim Verbraucher recht unpopulären Teile des Schlachttieres, zubereitet werden sollen. Aber auch oder gerade die werden für eine nährstoffreich-aromatische Brühe benötigt.

Hinzu kommt, dass dieses Vorgehen auf die „Nose to tail“ („Von Kopf bis Schwanz“) Idee einzahlt. Diese ist ein wichtiger Bestandteil der Tier-Ethik, welche für eine immer größer werdende Gruppe wichtig ist. Diese holistische Zubereitung gewährleistet eine vollständige Versorgung mit Nährstoffen. Denn nur, wer alles vom Tier verwendet (auch bspw. Organfleisch) nimmt die gesamte Bandbreite an Nährstoffe auf, die ein Tier zu bieten hat.

Mit Suppengrün und Gemüse Knochenbruehe selber machen
Mit Suppengrün und Gemüse Knochenbrühe selber kochen

Darf es auch Gemüse sein?

Unbedingt! Gemüse macht nahrhafte Brühen zu wahren Kraft-Suppen. Neben den klassischen Wurzelgemüsen, wie Möhren, Sellerie, Lauch (Porree) und Petersilienwurzel sind so gut wie alle Gemüsearten erlaubt. Einzig der Geschmack des eigenen Gaumens zeigt hier Grenzen auf. Ein Fenchel bspw. würde die hervorragenden Grund-Aromen der Knochenbrühe sehr dominieren.

Von Anfang an mitgekocht, erzeugen einige Gemüsearten Bitterstoffe, daher sollte das Gemüse nicht die volle Kochzeit im Topf verbringen. Gibt man das Gemüse ca. 2 Stunden vor dem Ende der Kochzeit zur Knochenbrühe hinzu, entlockt man ihm ausreichend Nährstoffe und erhält zudem das gewünschte Geschmackserlebnis.

Variation mit Fleisch

Wer es gerne fleischig mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Der Metzger, der die guten Knochen anbietet, hat sicher auch Fleisch in identischer Qualität. Daher sollte man unbedingt dort zugreifen und die Brühe mit Teilen aus dem Bug, der Keule oder Tafelspitz anreichern. Auch hier gilt: Qualität schlägt Quantität – lieber überschaubar Hervorragendes, als unzählig Mäßiges.

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe WIE KOCHT MAN KNOCHENBRÜHE?

DAS GRUNDREZEPT – EINFACH UND GUT!

 Zutatenliste

  • 1-1,5 kg Rinderknochen (z. B. Querrippen, Ochsenschwanz, Markknochen, Gelenke),
  • 3 EL Apfelessig,
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Möhre
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1/4 Sellerieknolle
  • 1 Stange Lauch
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 4 Pimentkörner
  • 4 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • Thymian (möglichst frisch)
  • Rosmarin (möglichst frisch)
  • Majoran (möglichst frisch)
  • Petersilie (möglichst frisch)

Vorbereitung

Die Zwiebel und das Wurzelgemüse werden in kleine Würfel geschnitten und die frischen Kräuter unter fließendem Wassern abgewaschen. Anschließend können die Kräuter grob zerkleinert werden.

Knochenbrühe selber kochen - mit Gemüse
Knochenbrühe selber kochen – mit Gemüse

Zubereitung

Die Knochen werden unter fließendem Wasser abgewaschen und mit Küchenkrepp trocken getupft.

Das Wurzelgemüse und die Zwiebel werden klein geschnitten.

Anschließend wird alles auf einem Backblech ausgelegt und in einen auf 220 Grad vorgeheizten Backofen gegeben.

Diese Basis für die Knochenbrühe wird nun ca. 30 Minuten lang geröstet.

Danach werden die Zutaten in einen ausreichend großen Topf umgefüllt und mit Wasser aufgegossen. Ohne Hitze soll das Ganze nun für ca. 1 Stunde ziehen, bevor die Herdplatte angeschaltet wird. Die Brühe wird nun bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt. Auf niedrigster Stufe köchelt sie nun für 18 bis 24 Stunden.

DIE IDEALE TEMPERATUR!

Hobbyköche wissen, dass die Temperatur beim Kochen sehr entscheidend ist. Bestimmte Effekte treten nur dann ein, wenn eine korrekte Wärmezufuhr gegeben ist. Wer beispielsweise Sahne schlagen möchte, wird nur bei ausreichend gekühlter Grundmasse Erfolg haben. Will man Knochenbrühe selber machen, ist für eine bestmögliche Temperatur zu sorgen.

Für ein optimales Ergebnis sollte die Knochenbrühe zu keiner Zeit kochen. Eine Temperatur zwischen 85 und 95 Grad Celsius ist optimal für die Extraktion der Nährstoffe.

Zur Kontrolle der Temperatur empfiehlt sich ein Koch-Thermometer. Einige Modelle bleiben permanent – andere wiederum werden nur zur Messung in oder an das Gargut gehalten. Äußerst praktisch ist ein Infrarot-thermometer, welches berührungsloses Messen ermöglicht. Die Messung dauert eine Sekunde und man weiß sofort, bei welcher Temperatur die Suppe köchelt. Darüber hinaus sind diese smarten Helferlein auch für diverse andere Zwecke im Haushalt einsetzbar.

Ein sehr gut bewertetes Model ist das Flash Pen Infrarot-Thermometer*.

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Wer es noch bequemer haben möchte, bereitet die Knochenbrühe in einem sogenannten „Slow Cooker“ zu. Diese energiesparenden Helfer halten sowohl die voreingestellte Temperatur als auch die Kochzeit exakt ein. Im folgenden Abschnitt stellen wir die Vorteile eines Slow-Cookers dar. Insbesondere vor dem Hintergrund des hohen Energieverbrauchs herkömmlicher Elektroherde lohnt sich die Anschaffung.

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Am Ende der Kochzeit kann die Knochenbrühe entweder durch ein Sieb oder durch ein Passiertuch gegeben werden, sodass man eine klare Brühe erhält. Natürlich kann sie oder mitsamt dem mitgekochten Gemüse verzehrt werden.

Fertig! Lecker!

 

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

Knochenbrühe Energieverbrauch
Stromsparen lohnt sich!

DER HAKEN: HOHER ENERGIEVERBAUCH!

Das extrem lange Kochen auf einem Cerankochfeld hat einen großen Nachteil:

Der enorm hohe Energieverbrauch!

Über die gesamte Kochzeit von 18-20 Stunden können die Stromkosten sich auf 10-15 Euro summieren. Möchte man mehr als einmal im Monat Knochenbrühe selber kochen, sollte unbedingt die Anschaffung eines Slow Cookers (Schongarer) in Erwägung ziehen. Einige gute Modelle haben zwischen 170 und 250 Watt. Ein typisches Cerankochfeld hat rund 1.400 Watt, ein Backofen sogar 2.000 bis 3.000 Watt.

Gegenüber einem Cerankochfeld liegt der Stromverbrauch eines Slow Cookers rund 80% niedriger. Nutzt man ihn 1-2 mal pro Monat, werden sich die Anschaffungskosten von rund € 100-120,- recht schnell amortisieren.

Aufgrund des geringen Verbrauchs ist der Funktionsumfang eines Slow Cookers relativ eingeschränkt – eigentlich kann er nur schmoren. Aber das kann er dafür gut und kontrolliertes “Schmoren” sollte man nicht unterschätzen. Neben Knochenbrühe oder Knochensuppe lassen sich auch Eintöpfe, Braten, Suppen und Currys hervorragend zubereiten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch für andere Gerichte diese extrem schonende Garmethode nutzen, ist also sehr hoch.

Ein sehr beliebtes Modell ist der Schongarer von CrockPot®. Die 4,7 Liter fassende Version ist mit zwei Heizstufen ausgestattet: „low“ mit 75 Grad und „high“ mit 90 Grad.

Der integrierte 20-Stunden-Digital-Timer ist wie geschaffen für unsere Knochenbrühe. Der Bräter besteht aus Steinzeug und ist ebenso spülmaschinenfest, wie der Deckel aus gehärtetem Glas.

Neben den niedrigen Kosten sowie der exakten Gartemperatur ist weiterer Vorteil, dass man die Knochenbrühe kochen kann, ohne ständig ein Auge darauf haben zu müssen.

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

VARIANTEN UND WEITERE ZUTATEN

Vitalpilze

Will man Knochenbrühe selber kochen, kann der Cocktail an guten Nährstoffen mit weiteren hoch effektiven sekundären Pflanzenstoffen aus Vitalpilzen angereichert werden. Ihnen wird neben der positiven Wirkung auf das Immunsystem teilweise auch eine positive Beeinflussung bei Krebstherapien attestiert.

Bevorzugte Vitalpilze sind bspw. Shiitake, Maitake, Lionsmane (Pom Pom Blanc), Judasohr  (Mu Err), Austernpilze und auch Steinpilze sowie grundsätzlich jede Art von Speisepilzen, die in heimischen Wäldern zu finden sind.

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DAS ÜBERZEUGENDE FAZIT:
! SIMPEL UND GUT !

Die Zubereitung in der eigenen Küche ist so simpel wie gut. Knochenbrühe selber kochen ist für jedermann möglich. Zutaten gibt es beim Bauern um die Ecke, auf dem Wochenmarkt oder beim Metzger des Vertrauens. Mittlerweile gibt es auch diverse Möglichkeiten, Fleisch und Knochen online zu bestellen. Dabei empfiehlt sich jedoch eine intensive Information der Bezugsquelle, sowie ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter.

Wir haben gelernt, dass die Boullion aus Knochen äußerst nahrhaft und sättigend ist. Sie enthält eine Vielzahl wichtiger Nährstoffe, die vom Körper optimal aufgenommen werden können. Sie ist vielseitig einsetzbar und äußerst schmackhaft.

 

Die Fakten
+ Einfache Zubereitung

+ Kraftvoller Geschmack

+ Natürliche Kollagen- und Proteinquelle

+ Reich an Mineralien

+ Hohe Bioverfügbarkeit

+ Grundlage für Suppen, Soßen und Currys

+ Low Carb und Paleo

Knochen für selbstgemachte Knochenbrühe

NACHTRAG UND GEHEIMTIPP!

Hype oder Superfood

Mittlerweile ist die Knochenbrühe auch im Alltag keine Seltenheit mehr. In den Großstädten bekommt man „Knochenbrühe to go“ im praktischen Pappbecher und verzehrt das Kraftpaket quasi im Vorbeigehen. Auch zum Frühstück gibt die Suppe Power für den Start in den Tag. Nach dem Sport, eiskalt oder bei leichtem Hunger bringt sie Energie zurück und macht fit. Überzeugte Nutzer wollen ihre Knochenbrühe selber kochen.

Ob man diesen Trend mitmacht, ist Geschmackssache. Ein Verzicht auf den morgendlichen Kaffee ebenfalls – und erst recht, die Kombination aus beidem.

Dass es eine Menge an positiven Aspekten gibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Knochenbrühe sollte in jedem Speiseplan enthalten sein. Ob pur, als Knochensuppe mit viel Gemüse oder als Basis für Soßen oder andere Suppen, es gibt viele Möglichkeiten, dieses Superfood in den Alltag einzubinden. Wer es nun ausprobieren möchte, besorgt sich die beschriebenen Zutaten und probiert unsere Kochanleitung aus. Oder man bestellt sich eines der beliebtesten Produkte nach Hause:

 

WO KANN MAN KNOCHENBRÜHE KAUFEN?

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Knochenbrühe selber kochen. Der Geheimtipp

Und zum Schluss noch ein Geheimtipp:

Versucht die Knochensuppe nach einer etwas längeren Nacht anstelle einer Aspirin – ihr werden euch wundern, wie gut sie wirkt 🙂

 

 

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Hinweise

Vor einer Ernährungsumstellung sollte eine gesunde Entgiftung erfolgen. Hier findest Du Infos zum 7 Tage Pan zur Detoxkur von Anja Zawadzki.

Ein hilfreicher Ratgeber zu aktuellen Laufrädern befindet sich hier.

Umfangreiche Informationen zu Urgetreide, wie Emmer und Einkorn und deren Verarbeitung befinden sich auf www.getreide-info.de.